Partnerschaft - Sinnlichkeit & Zärtlichkeit

Wie zärtlich, liebevoll, achtsam und sinnlich sind wir zu uns selbst und unserem Partner/in? Oftmals sind wir so fest in unseren Gedanken versunken, fühlen uns gestresst was wir noch alles erledigen müssen, sind müde von der Arbeit, die uns vielleicht gar nicht wirklich erfüllt, sind in Gedanken bei diesen und jenen Menschen. Wir haben x Ausreden, warum wir keine Zeit für uns selber haben, zu müde sind um zärtlich und sinnlich zu sein. Haben denn in unserem Alltag diese Gefühle überhaupt noch Platz? Oder sind wir uns schon so gewohnt zu funktionieren, uns mit Sachen abzulenken, dass wir dies gar nicht mehr fühlen können?

 

Unter sinnlich und zärtlich verstehe ich auch, alle unsere Sinne zu fühlen, achtsam zu sein was wir wahrnehmen, was uns begegnet, was uns gut tut, was uns im Herzen erfüllt. Sich selbst gegenüber zärtlich und liebevoll zu sein. Zeit zu nehmen um zu fühlen, was wir uns im Herzen wünschen, was uns wirklich Freude und Erfüllung bringt, uns strahlen lässt und ein wahrhaftes lächeln schenkt.

 

Aber auch sinnlich und zärtlich gegenüber unserem Partner/in zu sein. Oft verlieren wir mit der Zeit, in der wir zusammen sind diese wichtigen Eigenschaften. Wir haben das Gefühl, uns nicht mehr bemühen zu müssen. Der andere scheint ja sowieso da zu sein. Vielleicht macht diese Nähe auch Angst, und diese Angst können wir achtsam in Vertrauen wandeln. Wenn wir den Mut haben diese anzunehmen, uns zu öffnen und diese ehrlich zu benennen können wir ein grosses Vertrauen zueinander aufbauen. Es braucht manchmal wenig, um das Gefühl der Geborgenheit, Zärtlichkeit und Sinnlichkeit zu fühlen. Ein tiefer Blick in die Augen, eine sanfte Berührung, eine innige Umarmung, ein schönes Essen, ein Spaziergang, Musik und Kerzenlicht, ein Bad zusammen nehmen, eine kleine Überraschung zu machen,… – Zeit der Gemeinsamkeit. Wie oft nehmen wir uns diese Zeit zusammen, tauchen gemeinsam ein und geniessen mit- und einander? Wir oft nehmen wir uns selbst und unser Partner/in bewusst wahr und stärken so die Liebe, das Vertrauen und das Miteinander?

 

Haben wir Angst, dies zu leben weil wir homosexuelle Gefühle haben und dies von einigen nicht verstanden werden könnte? Wir alle sehnen uns nach Nähe und Geborgenheit, und wenn wir uns von einem gleichgeschlechtlichen Menschen mehr angezogen fühlen, haben wir das Recht dies zu leben. Wir sind alle gut so, wie wir sind und wir dürfen zu unseren Gefühlen zu stehen und diese leben.

 

Ich glaube, dass sich jeder Mensch nach Nähe, Zärtlichkeit, Sinnlichkeit sehnt, wir dies aber durch den Alltagsstress, der ganzen Struktur, durch unserer Ängste und Muster oftmals nicht mehr fühlen und zulassen. Wir vergessen wie sich das anfühlt. Wenn wir uns jeden Tag für uns selbst und mit unserem Partner/in einen bewussten Moment Zeit nehmen, sich liebevoll und achtsam zu begegnen, zärtlich zueinander zu sein, können wir wieder viel mehr in unsere Kraft kommen und die Liebe fühlen. Den Mut haben, unsere Gefühle wieder wahrzunehmen, zu vertiefen und zu leben.

 

Herzlichst

 

Doris

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